Stoppen wir die Kälbertransporte!

HAUTNAH: Rinder-Export übers Meer! Ihr Schicksal sollte verborgen bleiben – aber wir zeigen es der Öffentlichkeit.

Bereits 161.000 Menschen helfen mit, die Transporte zu beenden.

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Bereits 161.000 Menschen helfen mit, die Transporte zu beenden.

Aus den Augen, aus dem Sinn – VON DER MAST IN DEN SCHIFFSBAUCH.

Cartagena, Spanien: Hier werden jedes Jahr
tausende Rinder aus ganz Europa – auch aus
Österreich – nach der Mast in Spanien auf
Tiertransportschiffe verladen, die sie zur Schlachtung in den Libanon, nach Israel oder in die Türkei bringen. Länder in denen keine Tierschutzgesetze existieren, die sie noch schützen könnten. 

Der Transport übers Meer bedeutet für die Tiere eine enorme Quälerei: Sie sind mehrere Tage bis Wochen unterwegs auf völlig maroden Schiffen. Unter dröhnendem Lärm der Schiffsmotoren und in stickiger Hitze stehen und liegen sie in ihren Fäkalien. Stirbt ein Tier unter Deck, wird es nicht selten vor den Augen seiner Artgenossen zersägt und ins Meer geworfen. Zahlreiche Skandale der
letzten Jahre zeigen das enorme Gefahrenpotential dieser Transporte für Tiere, Besatzung und Umwelt.

 

MILCHPRODUKTION ALS URSACHE

Die Tiere, die auf diesen Schiffen unvorstellbares Leid durchleben müssen, sind das Nebenprodukt der europäischen Milch-Überproduktion. Denn eine Kuh muss, um für den landwirtschaftlichen Betrieb wirtschaftlich zu sein, jedes Jahr ein Kalb zur Welt bringen. Die überzähligen männlichen Kälber werden in Länder wie Spanien oder Italien transportiert, wo die Mast am billigsten ist – Zehntausende davon jedes Jahr aus Österreich.

 

 

 

Der Hafen ist für außenstehende Personen nicht zugänglich

 – wahrscheinlich nicht ohne Grund. Die Verladungsvorgänge sind alles andere als angenehm für die Tiere. Sie müssen das Treiben mit harten Stöcken und Elektroschocks, teilweise sogar ins Gesicht aushalten. Die steilen Rampen zu den Schiffen rutschen sie immer wieder herunter und scheuen vor der Dunkelheit im Schiff zurück. Das Beladen dauert mehrere Tage. In der Zeit müssen die ersten Tiere im Schiffsinneren ausharren. Das verlängert den ohnehin schon wochenlangen Transport für die Tiere noch weiter. Rund 2000 Tiere werden auf solche Schiffe gezwängt. Den ganzen Tag und selbst in der Nacht fahren Tiertransporter in den Hafen ein. Die meisten Tiere werden jedoch nicht sofort verladen. Einige Tiertransporter werden einfach auf einem Parkplatz in der Nähe des Hafens abgestellt. Die Tiere darin leiden unter der Hitze. Die Ventilatoren und die Wasserversorgung werden oft nicht eingeschaltet. Einstreu gibt es meist nicht, weswegen sich nicht selten Kot-Seen unter den Füßen der Rinder bilden auf denen sie ausrutschen und sich verletzen können.

TIERTRANSPORT „OHNE ENDE“

Für Schiffstransporte gibt es keine maximale
Transportdauer, sie können also zeitlich
unbegrenzt durchgeführt werden. Während beim Straßentransport in LKWs die unweigerlich hohe Belastung der Tiere zumindest ansatzweise durch zeitliche Limits adressiert wird, gilt dies nicht für Schiffstransporte. Die typischen Transporte von Rindern aus ganz Europa – auch Österreich, über Spanien – bis nach Libyen dauern so z.B. in der Regel um die zwei Wochen. Verweigert der Zielhafen das Anlegen und Abladen, verlängern sich die Fahrten um Wochen oder Monate. Futter und Wasser werden knapp kalkuliert und sind somit spätestens nach Ablaufen der geplanten Fahrtzeit aufgebraucht. 

Tierärzt:innen befinden sich keine an Bord. Stirbt ein Tier an Bord, wird es ins Meer geworfen. Damit sein Kadaver nicht an den
Touristenstränden angespült wird, sondern im Meer versinkt, wird es zersägt oder der Bauch aufgeschlitzt.

MARTYRIUM IM MITTELMEER

Allein in den letzten beiden Jahren haben wir von zahlreichen dramatischen Unfällen von Tiertransportschiffen am Mittelmeer berichtet:

  • Die 2635 Jungbullen auf den Schiffen ElBeik und Karim Allah, die nach monatelanger Irrfahrt am Mittelmeer an Bord tragisch verhungert waren, oder nach der Rückholaktion nach Spanien erlöst werden mussten. (Link)
  • Die 8000 mitten auf dem Meer umgeladenen Tiere aufgrund eines Motorschadens der Spiridon II. (Link)
  • Die Blockade des Suez-Kanal durch das 400 Meter lange Containerschiff „Ever Given“, durch das auch rund 20 Tiertransporte an der Weiterfahrt gehindert wurden. (Link )
 
 

„Hilf mit, diese Transporte zu stoppen - für immer.“

ÄLTESTE FLOTTE DER WELT

Tiertransportschiffe sind generell in einem desolaten Zustand und damit eine Gefahr für die Tiere, die Besatzung und die Umwelt. Viele sind ehemalige Frachter oder Autofrachtschiffe, die – für den Transport von Menschen und Fracht als zu alt ausgemustert – notdürftig zu Tiertransportschiffen umgebaut wurden. Oft wurden weitere Decks im Nachhinein eingezogen, wodurch die Deckenhöhe teilweise knappe 160 cm beträgt, was eine regelmäßige Versorgung der Tiere erschwert. Die meisten Tiertransportschiffe fahren inzwischen unter ausländischen Flaggen, da sie in europäischen Ländern längst keine Zulassung mehr bekommen würden. Man kann Flaggen aus Togo, dem Libanon, Panama und vielen weiteren weit entfernten Staaten entdecken. Viele stehen entweder auf der Grauen oder der Schwarzen Liste der Hafenstaatkontrolle Paris MoU und werden als riskant oder sogar hochriskant eingestuft. Es kommt immer wieder vor, dass Tiertransportschiffen die Zufahrt in europäische Häfen untersagt wird. Unzureichender Brandschutz, nicht eingehaltene Reparaturintervalle, austretendes Schweröl und ähnliches sind die Ursache dafür. Auf solche Schiffe schickt Österreich seine Tiere.

ELBEIK
ELBEIK

Der lange Weg der Milchkälber

Jede Woche werden Kälber aus ganz Österreich zusammengesammelt und in Bergheim bei Salzburg, auf große Tiertransporter verladen.

Über 21 Stunden sind Transporter von Bergheim bis Vic in Spanien unterwegs. Die 2 bis 8 Wochen alten Tiere müssen während der kompletten Transportzeit Hunger und Durst leiden – denn eine Versorgung auf den LKWs ist technisch nicht möglich.

Die tatsächliche Reise der Kälber geht jedoch noch weit länger.

Vor ihrem kurzen Aufenthalt in Bergheim haben sie bereits eine Fahrt vom Hof zu einer Sammelstelle im eigenen Bundesland hinter sich, von der aus sie bereits ein paar Stunden nach Bergheim transportiert wurden. Diese Transporte werden von Behördenseite vernachlässigt, da es sich um Inlandstransporte mit dem Zielort Bergheim bei Salzburg handelt – dabei ist von vornherein klar, dass die Reise für sie gleich im Anschluss weiter geht.

Nach ihrer Ankunft in Vic das selbe Spiel: Hier bleiben die Kälber zwar meist immerhin über Nacht und können sich das erste Mal hinlegen, doch schon am nächsten Morgen geht es mit kleineren Transportern weiter ins Landesinnere zu verschiedensten Mastanlagen. Hier werden sie die nächsten sechs bis acht Monate ihres Lebens gemästet.

Einige von ihnen treten danach eine noch weit längere und strapazenreichere Fahrt in den Nahen Osten an.

Ihr Schicksal haben wir 2020 eindrücklich gezeigt. Drei österreichische Rinder wurden nach der Mast in Spanien und einem darauf folgenden zweiwöchigen Transport per Schiff in den Nahen Osten geschlachtet. Sie erleben ihren minutenlangen Todeskampf bei
vollem Bewusstsein mit.

Stell dir vor, du bist ein unerwünschtes Nebenprodukt.

„Du kannst ihnen helfen!“

Unterstütze unsere Petition, denn nur gemeinsam können wir diese qualvollen Transporte beenden, bevor sie entstehen.

Die Politik muss den Wunsch der Bevölkerung endlich ernst nehmen und diese Transporte sofort unterbinden.

Wir, die Unterzeichnenden fordern daher:

  • Eine maximale Transportdauer von 8 Stunden für alle Tierarten.
  • Kein Transport von Säugetieren, die noch nicht von der Muttermilch entwöhnt sind.
  • Mehr Platz und Stroh in Langstreckentransportern.
  • Zurück zur „Zweitnutzungsrasse“ anstatt der Nutzung  von Turbo-Hochleistungsrassen.
  • Gekühlte Fleisch- statt Lebentiertransporte

 

 

Dankeschön!

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